Prof. Dr. Jennifer Schmidt

Professorin

Prof. Dr. Jennifer Schmidt lehrt seit dem Wintersemester 2018 an der HSD in Köln als Professorin für Angewandte Psychologie. Ihre thematischen Schwerpunkte liegen in der Gesundheitspsychologie, Allgemeinen und Biologischen Psychologie. Sie lehrt aktuell außerdem in der Sozialpsychologie und der Psychologischen Methodenlehre.

Lebenslauf

Prof. Dr. Jennifer Schmidt studierte von 2005 bis 2010 Psychologie (Diplom) in Wuppertal und Adelaide (Australien).

Ihre Promotion, die sie in Teilen parallel zu ihrer Berufstätigkeit in der Wirtschaft absolvierte, schloss sie 2017 an der Bergischen Universität Wuppertal erfolgreich ab. Im Rahmen der Promotion führte sie zwei Interventionsstudien zur Evaluation von Neurofeedback als Behandlung bei Heißhungeranfällen, sowie eine psychophysiologische Experimentalstudie zu therapeutischen Mechanismen durch. Für ihre mit Auszeichnung bewertete Dissertation erhielt sie 2018 den Promotionspreis der Bergischen Universität Wuppertal.

Nach ihrer Fertigstellung der Dissertation forschte sie als Post-Doc am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Bergischen Universität Wuppertal zu den Themengebieten Biofeedback und angewandte Psychophysiologie, technologiebasierte Therapiemethoden, sowie zu Körper-Geist-Interaktionen bei exzessiven Verhaltensweisen (z.B. Heißhunger und Essanfälle, Skin Picking, Konsumverhalten).

Berufliche Stationen

Ihre berufliche Laufbahn begann Frau Prof. Dr. Schmidt bereits während des Studiums im Rahmen von Praktika und Nebentätigkeiten in der psychologischen Markt- und Produktforschung. Nach Abschluss ihres Studiums wirkte Sie ab der Start-Up-Phase am Aufbau eines privatwirtschaftlichen, psychophysiologischen Forschungsinstituts mit, der psyrecon research & consulting GmbH.

Frau Prof. Dr. Schmidt war von 2010 bis 2015 bei der psyrecon GmbH beschäftigt, zunächst als Research Associate und anschließend als Research Manager. Dort war sie für die Durchführung psychophysiologischer Austragsforschung für nationale und internationale Unternehmen verantwortlich, z. B. Renault, Kneipp und BASF. Zusätzlich führte sie diverse Projekte in den Themenfeldern Mensch-Technik-Interaktion, Usability, Neuromarketing, Shopper-Research, Personal Care und Gesundheitsforschung durch. Hierbei lag der Fokus auf multimethodischen Forschungsprojekten zur objektiven Analyse von Kundenemotionen. Die Erkenntnisse und Ergebnisse dieser angewandten Forschungstätigkeit veröffentlichte sie 2014 im Praxis-Fachbuch „Erfolgreiches Marketing durch Emotionsforschung – Messung, Analyse, Best Practice“ (Haufe Verlag).

Im Jahr 2015 wechselte Frau Prof. Dr. Schmidt zum Abschluss ihrer Promotion an die Bergische Universität Wuppertal, wo sie bis 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie tätig war. In den Jahren 2015 und 2016 übernahm sie zusätzlich Lehre am dortigen Lehrstuhl für Gesundheitspsychologie. Ihre Forschungstätigkeit bezog sich auf die Untersuchung psychophysiologischer Prozesse im Zusammenhang mit störungsspezifischer Reiz-Reaktivität, Embodiment-Prozesse und Rumination bei exzessiven Verhaltensweisen. Außerdem evaluierte sie technologiebasierte Interventionsmethoden (Bio- und Neurofeedback, e-/m-Health-Interventionen) bei verschiedenen Störungsbildern und war an der Entwicklung und Validierung diagnostischer Instrumente beteiligt.

Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit war Frau Prof. Dr. Schmidt nebenberuflich als Honorarmitarbeiterin an der FernUniversität in Hagen und an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management GmbH beschäftigt. Zusätzlich war sie regelmäßig als Speaker für praxisbezogene Fachkongresse und Medienbeiträge sowie als freie Beraterin in der Marktforschung tätig.

Frau Prof. Dr. Schmidt unterhält Forschungskooperationen mit diversen Hochschulen und Praxiseinrichtungen. Sie ist Mitglied in verschiedenen psychologischen Fachgesellschaften und bei diversen internationalen Fachzeitschriften als Gutachterin tätig.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Schmidt, J. & Martin, A. (im Druck). Biofeedback. In U.T. Egle, C. Heim, B. Strauß & R. von Känel (Hrsg.). Psychosomatische Medizin. Stuttgart: Kohlhammer.

Martin, A. & Schmidt, J. (im Druck). Biofeedback. In W. Hiller (Hrsg.), Lehrbuch der Psychotherapie. Bd.3: Verhaltenstherapie. München: CIP-Medien.

Schmidt, J. & Martin, A. (2017). Herzratenvariabilitäts-Biofeedback in der klinischen Praxis: Grundlagen, Anwendung und Evidenz auf Basis eines systematischen Reviews. Psychotherapeut, 62(6), 498-506.

Schmidt, J. & Martin, A. (2017). „Smile away your cravings” – Facial feedback modulates cue-induced food cravings. Appetite, 116, 536-543.

Martin, A. & Schmidt, J. (2017). Biofeedback. In V. Zeigler-Hill & T. K. Shackelford (Eds.). Encyclopedia of Personality and Individual Differences. New York, NY: Springer.

Schmidt, J. & Martin, A. (2017). Du magst mich nicht, weil ich hässlich bin! Aussehensbezogene Zurückweisungssensitivität und Validierung der deutschsprachigen Appearance-based Rejection Sensitivity-Scale (ARS-D). Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie, 46(3), 157-168.

Schmidt, J., Kärgel, C. & Opwis, M. (2017). Neurofeedback for substance use and overeating – Current applications and future directions. Current Addiction Reports, 4(2), 116-131.

Opwis, M.*, Schmidt, J.*, Martin, A. & Salewski, C. (2017). Gender differences in eating behavior and eating pathology: The mediating role of rumination. Appetite, 110, 103-107. (*geteilte Erstautorenschaft)

Schmidt, J. & Martin, A. (2016). Neurofeedback against binge eating – A randomized controlled trial in a female subclinical threshold sample. European Eating Disorders Review, 24(5), 406-416.

Stürmer, R., Blaak, J., Opwis, M., Schmidt, J., Staib, P., Wohlfart, R. & Boucsein, W. (2015). A psychophysiological approach to substantiate efficacy of bath additives. IFSCC Magazine, 18(3), 23-30.

Eisfeld, W., Prinz, D., Schröder, B., Schmidt, J. & Stürmer, R. (2015). Investigation of consumers’ hair shine perception by eye tracking technology in combination with assessment of physiological body reactions. IFSCC Magazine, 18(3), 3-9.

Langner, T., Schmidt, J. & Fischer, A. (2015). Is it really love? A comparative investigation of the emotional nature of brand and interpersonal love. Psychology & Marketing, 32(6), 624-634.

Schmidt, J. & Martin, A. (2015). Neurofeedback reduces overeating episodes in female restrained eaters - A randomized controlled pilot-study. Applied Psychophysiology and Biofeedback, 40(4), 283-295.

Stürmer, R. & Schmidt, J. (2014). Wie man den Emotionswert von Produkten messen kann. In H.-G. Häusel (Hrsg.), Neuromarketing - Erkenntnisse der Hirnforschung für Markenführung, Werbung und Verkauf, 3. Auflage, (S. 115-132), Freiburg: Haufe.

Stürmer, R. & Schmidt, J. (2014). Erfolgreiches Marketing durch Emotionsforschung. Messung, Analyse, Best-Practice. Freiburg: Haufe.

Schmidt, J., Stürmer, R. & Wohlfart, R. (2012). Aromachology – The scientific side of aromatherapy. COSSMA, 7-8/2012, 24-25.

Schmidt, J. & Opwis, M. (2011). Insight inside – Was der Körper verrät. Alternativen zur bildgebenden Hirnforschung. planung & analyse 06/2011, 34-37.