Wir an der HSD

Prof. Dr. Janine Trunk

Professorin

j.trunk@hs-doepfer.de

Frau Prof. Dr. Janine Trunk lehrt seit dem Sommersemester 2014 im Studiengang B.Sc. Angewandte Psychologie an der HSD in Köln und vertritt vor allem die Lehrgebiete Klinische Psychologie und Entwicklungspsychologie.

Lebenslauf

Frau Trunk studierte Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum und vertiefte im Hauptstudium Entwicklungspsychologie, Klinische Psychologie und Kognitive Neurowissenschaften, drei Teildisziplinen der Psychologie, die bis heute ihre Arbeitsschwerpunkte in Forschung, Lehre und Praxis bilden. Die Dissertation zur Dr. rer. nat. am Lehrstuhl Entwicklungspsychologie der Ruhr-Universität Bochum wurde durch ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Forschungsgegenstand waren Wechselwirkungen zwischen elterlichen Depressionen und spezifischen Komponenten der kindlichen Aufmerksamkeitsteuerung. Frau Trunk war bereits 2 Jahre als Verwaltungsprofessorin im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule Emden tätig, bevor sie den Ruf an die HSD Köln annahm.

Berufliche Stationen

Von Beginn ihrer Hochschullaufbahn war es Frau Trunk ein besonderes Anliegen, grundständige empirische Befunde mit praktischen Fragen zu verknüpfen. Sie arbeitet deshalb nicht nur experimental-psychologisch, sondern wendet auch umfangreiche (entwicklungs-)diagnostische Verfahren an, um grundlagenorientierte Befunde auf die Lebenswelt der Versuchsteilnehmer/innen übertragen zu können. Darüber hinaus verfügt sie über langjährige Berufserfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe. Sie arbeitet nebenberuflich für verschiedene Jugendämter des Ruhrgebietes mit Familien in besonderen Lebenslagen und gibt anschließend Empfehlungen für die weitere Hilfeplanung ab. Daneben war Frau Trunk drei Jahre hauptberuflich in der Fach- und Beratungsstelle der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung NRW beschäftigt. Arbeitsschwerpunkte bildeten hier die Behandlung von Essstörungen und Selbstverletzenden Verhaltens im Jugendalter; Themen die sie später wieder aufgriff und theoretisch bearbeitete.

Frau Trunk ist außerdem seit 2009 psychotherapeutisch in einer Gemeinschaftspraxis in Duisburg tätig. Sie arbeitet klärungsorientiert sensu R. Sachse und berücksichtigt damit auch in der psychotherapeutischen Tätigkeit entwicklungspsychologische Einflüsse auf die psychische Gesundheit.

2011 übernahm sie den Auftrag zur Verwaltung der Professur „Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Psychologie“ an der Hochschule Emden/Leer. Auch dort lag der Schwerpunkt ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit an der Schnittstelle der Entwicklungs- und Klinischen Psychologie.

Mit der Annahme der Professur im Studiengang Angewandte Psychologie an die HSD Köln möchte Frau Trunk vor allem die Entwicklungspsychologie der Lebensspanne mit Implikationen für die Klinische Psychologie und für psychosoziale Interventionen in einem Bachelorstudium stärken und Studierende für die Kinder- und Jugendgesundheit in Deutschland sensibilisieren und kompetenzorientiert ausbilden. 

Veröffentlichungen (Auswahl)

Publikationen

  • Trunk, J. (2014, angenommen). Der Einfluss geschlechtsspezifischer Körpernormen auf die Entwicklung von Essstörungen im Jugendalter. Betrifft Mädchen.
  • Trunk, J. (2014, angenommen). Auswirkungen einer elterlichen Depression auf die kindliche Entwicklung: Implikationen für den pädagogischen Alltag. Katholische Bildung.
  • Trunk, J. & Damke, C. (2014). Arbeitszeitgestaltung in sozialen Handlungsfeldern. Soziale Arbeit, 63 (1), 16-21.
  • Trunk, J. (2013). Kinder psychisch kranker Eltern. Stand der Forschung und Implikationen für Empirie und Praxis. Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 8 (3), 353-358.
  • Trunk, J. (2013). Risikofaktor Depression? Effekte mütterlicher Depressionen auf die frühkindliche Entwicklung. Zeitschrift für Jugendschutz und Erziehung, 11 (3), 9-12.
  • Trunk, J. (2012). Selbstverletzendes Verhalten im Jugendalter. Krankheit, Modeerscheinung oder Bewältigungsstil? In Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (Hrsg.), Jugend und Risiko. Handlungsansätze für die Suchtprävention (S. 30 -45). Hannover: Hrsg.
  • Trunk, J. (2012). Prävention und Intervention bei Selbstverletzendem Verhalten. In Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (Hrsg.), Jugend und Risiko. Handlungsansätze für die Suchtprävention (S.139-145). Hannover: Hrsg.
  • Trunk, J. (2012). Unperfekt schön! Schulische Prävention von Ess- und Körperbildstörungen. In Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (Hrsg.), Jungend und Risiko. Handlungsansätze für die Suchtprävention (S. 95-118). Hannover: Hrsg.
  • Trunk, J. & Damke, C. (2012). Arbeitszeitgestaltung in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit. Journal für moderne Arbeitszeiten, 4, 4-6.
  • Trunk, J. (2011). Parentale Depression als kontextuelles Entwicklungsrisiko: Die kognitiven Inhibitionsleistungen von Kindern. Hamburg: Dr. Kovac.

Tagungsbeiträge und eingeladene Vorträge

  • Trunk, J. & Schölmerich, A. (2014, eingereicht). Kognitive Inhibition emotionaler interpersoneller Informationen im Grundschulalter. Posterpräsentation auf dem 49. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie; Ruhr-Universität Bochum, 21.-25-09.2014.
  • Trunk, J. (2014). Körperbildstörungen im Jugendalter. Hauptreferat auf dem Fachtag „Doping und Körperbilder“ des Drogenreferats Frankfurt am Main. Frankfurt, 22.05.2014.
  • Trunk, J. (2014). Methoden zur Prävention von Muskelsucht und Magerwahn. Workshop auf dem Fachtag „Doping und Körperbilder“ des Drogenreferats Frankfurt am Main. Frankfurt, 22.05.2014.
  • Trunk, J. (2012). Zeitalter Depression? Depressive Störungen im Kindes- und Jugendalter. Vortrag auf der Fachtagung „Jugend und Risiko. Depressionen, Suizidalität und Glücksspiel“ der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen. Hannover, 07.11.2012.
  • Trunk, J. (2011). Schulische Prävention von Ess-Störungen, Körperkult und Muskelwahn. Vortrag auf der Fachtagung „Jungen und Risiko. Rauschtrinken, Muskelsucht und Hungerwahn“ der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen. Oldenburg, 13.10.2011.
  • Trunk, J. (2011). Die Hungerkünstlerinnen: Ess-Störungen im Jugend- und jungen Erwachsenenalter. Fachvortrag zur Eröffnung der Wanderausstellung „Der Klang meines Körpers“ (Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.). Mülheim, 16.09.2011.
  • Trunk, J. (2010). Ritzen bei Jugendlichen. Modeerscheinung, Krankheit oder Bewältigung? Vortrag auf der regionalen Fachtagung der Schulsozialarbeiter/innen des Landes NRW. Mülheim, 16.11.2010.
  • Trunk, J. (2010). Maßnahmen der Prävention und Intervention bei Selbstverletzendem Verhalten im Jugendalter. Workshop auf der regionalen Fachtagung der Schulsozialarbeiter/innen des Landes NRW. Mülheim, 16.11.2010.
  • Trunk, J. & Schölmerich, A. (2009). Negative affective Priming in children at risk for depression. Posterpräsentation auf der 14th European Conference on Developmental Psychology (ECDP 2009, p. 23); Mykolas Romeris University Vilnius, Litauen, 18.-22.08.2009.
  • Trunk, J. & Schölmerich, A. (2009). Negatives affektives Priming – Ein Verfahren zur Messung der kognitiven Inhibition bei Kindern. Posterpräsentation auf der 51. Tagung experimentell arbeitender PsychologInnen (TeaP 2009, S. 126); Friedrich-Schiller Universität Jena, 29.03.-01.04.2009.
  • Trunk, J. & Schölmerich A. (2008). Emotional information processing in children at risk for depression. Vortrag im Symposium “Signal Transduction and its medical relevance”. Section days der Ruhr-University Research School, S. 35; 05.-07.11.2008.
  • Trunk, J. & Pinnow, M. (2005). Bindung bei Anorexia nervosa – Eine empirische Untersuchung mittels des Operanten Motivtests. Vortrag im Symposium „Bindungsrepräsentation und ihre klinische Relevanz sowie unbewusste Verarbeitungsprozesse“. 17. Tagung der Fachgruppe Entwicklungspsychologie; Ruhr-Universität Bochum, S. 45; 14.-16.09.2005.