Wir an der HSD

Dr. rer. nat. Anna Ball

Professorin

a.ball@hs-doepfer.de

Frau Dr. Anna Ball lehrt seit dem Sommersemester 2015 im Studiengang Angewandte Psychologie an der HSD in Köln das Fach Sozialpsychologie. Ab dem Sommersemester 2017 übernimmt sie weitere Aufgaben in der Lehre und Forschung an der HSD Köln im Rahmen einer Professur.

Lebenslauf

Nach ihrem Abitur studierte Frau Dr. Ball Psychologie mit dem Schwerpunkt kognitive Neurowissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum, sowie an der Uppsala Universität in Schweden. Im Anschluss an das Psychologie-Studium war sie parallel als Promotionsstudentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Biopsychologie an der Ruhr-Universität Bochum beschäftigt und studierte Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie an der Universität Bern in der Schweiz (in Kooperation mit der Ausbildungsakademie der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) in Münster).

Die Promotion zum Dr. rer. nat. erfolgte am Institut für kognitive Neurowissenschaften der Ruhr-Universität Bochum zum Thema der Wechselwirkungen zwischen Hirnasymmetrien, Sexualhormonen und sozialen Kognitionen. Ihre erste post-doc Stelle trat sie in der Forschungsabteilung der LWL-Universitätsklinik Hamm der Ruhr-Universität Bochum, Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, an. Hier arbeitete sie bis zu ihrer ersten Elternzeit in einem Forschungsprojekt zum Thema der neuronalen Grundlagen von Emotionsregulationsstörungen im Jugendalter. Parallel legte sie im Frühjahr 2013 ihre Staatsexamensprüfung ab und bekam anschließend durch die NRW-Bezirksregierung Arnsberg die Approbation zur Psychologischen Psychotherapeutin erteilt. Seit Herbst 2014 nimmt sie berufsbegleitend an einem Curriculum für die Ergänzungsqualifikation Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie teil.

Sie arbeitet heute als Hochschullehrerin an der HSD in Köln und als Psychotherapeutin und Coach in eigener Privatpraxis in Dortmund.

Berufliche Stationen

Erste Berufserfahrung sammelte Frau Dr. Ball während des Studiums im Rahmen von Praktika, u.a. in einem psychologischen Programm für Jugendliche mit geistigen Behinderungen in Sydney, Australien, sowie im Labor für Säuglingsforschung des psychologischen Instituts der Uppsala Universitet, Schweden, wo sie im Rahmen ihrer Abschlussarbeit zum Zusammenhang von Hirnentwicklung und kognitiven Fähigkeiten wie z.B. der Objektpermanenz forschte. Im letzten Studienabschnitt arbeite sie in der Abteilung für Neuropsychologie in einer Rehaklinik mit erwachsenen Patienten nach Schlaganfällen und anderen Hirnschädigungen.

Während ihrer Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Biopsychologie der Ruhr-Universität Bochum übernahm sie neben der Forschertätigkeit Aufgaben im Bereich der Lehre und der Lehrstuhladministration. Im Rahmen der berufsbegleitenden Weiterbildung zur psychologischen Psychotherapeutin absolvierte sie praktische Stunden in einer Fachklinik für Psychiatrie und Gerontopsychiatrie, wo sie vornehmlich mit klinisch-psychologischen Untersuchungen und Begutachtungen, sowie stationär-psychotherapeutischen Aufgaben betraut war. Später führte sie im Rahmen dieser Weiterbildung ambulante Verhaltenstherapien mit erwachsenen Patienten in der psychotherapeutischen Praxis im Klinikviertel in Dortmund durch.

Im Anschluss an das Promotionsstudium arbeitete sie als Post-doc in der Forschungsabteilung einer großen Universitätsklinik für Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Hamm. Dort betreute sie Doktoranden und studentische Praktikanten, wirkte an Planung, Durchführung und Auswertung von experimentellen Studien mit und nahm an Diagnostik-Besprechungen, Fachgruppen-Sitzungen und Weiterbildungsveranstaltungen teil.

Im Anschluss an die Staatsexamensprüfung zur psychologischen Psychotherapeutin gründete sie mit einer Kollegin in Dortmund eine private Praxis für Psychotherapie, Coaching und Mediation und führt seit 2016 im Rahmen der Ergänzungsqualifikation unter Supervision Psychotherapien mit Kindern und Jugendlichen in einer Lehrpraxis in Bochum durch.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Legenbauer, T., Hübner, J.F., Pinnow, M., Ball, A., Pniewski, B., Holtmann, M. (2015). Proper emotion recognition, but dysfunctional emotion regulation: the mystery of affective dysregulation in adolescent psychiatric inpatients. In Revsion bei der Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie.
  • Ball, A. & Ocklenburg, S., Genc, E., Wolf, C.C., Güntürkün, O. (2015). Functional cerebral lateralization and interhemispheric interaction in patients with callosal agenesis. Neuropsy-chology 29, 806-815.
  • Ball, A., Wolf, C.C., Ocklenburg, S., Brüne, M., Wolf, O.T., Güntürkün, O., Pinnow, M. (2013). The type of implicit motive enactment is modulated by sex hormones in naturally cycling women. Physiology and Behavior 123, 119-26
  • Ball, A., Wolf, C.C., Ocklenburg, S., Herrmann, B.L., Pinnow, M., Brüne, M., Wolf, O.T., Güntürkün, O. (20013). Variability in ratings of trustworthiness across the menstrual cycle. Biolical Psychology 93, 52-57
  • Ocklenburg S, Wolf CC, Heed T, Ball, A., Cramer, H., Röder, B., Güntürkün, O. (2013). Multisensory integration across the menstrual cycle. Frontiers in Psychology 24, 4-66
  • Can, H., Hahn, C., Ocklenburg, S., Ball, A., Güntürkün, O. (2012). Language Asymmetry and Hormonal Fluctuations During The Menstrual Cycle. Journal of Neurological Sciences 29, 257 - 269
  • Wolf, C.C., Ball, A., Ocklenburg, S., Otto, T., Heed, T., Röder, B., Güntürkün, O. (2011). Visuotactile interactions in the congenitally acallosal brain: evidence for early cerebral plasticity. Neuropsychologia 49, 3908-3916