Prof. Dr. Tobias Hainz

Professor - Standort Köln

Herr Prof. Dr. Tobias Hainz unterrichtet seit dem Sommersemester 2020 als Professor für Ethik und Gesundheitsökonomie vorrangig im Studiengang Medizinpädagogik am Standort Köln der HSD.

Lebenslauf

Herr Prof. Dr. Hainz studierte Germanistik, Philosophie und Soziologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und schloss sein Studium zum Magister Artium 2010 ab. Er wurde 2013 mit einer bioethischen Arbeit zur Beurteilung von Technologien zur „radikalen Lebensverlängerung“ in Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit Auszeichnung promoviert. Außerdem absolvierte er berufsbegleitend ein Studium zum Master of Health Economics an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen. Seine Studienschwerpunkte waren Unternehmensführung und Business Planning, Consulting im Gesundheitswesen sowie gesundheitsökonomische Evaluationen.

Berufliche Stationen

Nach seiner Promotion war Herr Prof. Dr. Hainz als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin der Medizinischen Hochschule Hannover beschäftigt. Dort forschte er vorrangig konzeptionell und empirisch zu ethischen Fragen der Bürgerbeteiligung in der biomedizinischen Forschung und Innovation. In der Lehre war er im Studiengang Humanmedizin eingesetzt. Er unterrichtete u. a. Kurse zu Gerechtigkeit im Gesundheitssystem, zur Arzt-Patient-Beziehung und zur Theorie von Gesundheit und Krankheit.

Parallel arbeitete Herr Prof. Dr. Hainz als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover. Dort wirkte er an zwei Projektanträgen zu ethischen und juristischen Perspektiven zur Technisierung des Menschen und zur Unterscheidung von Gesundheit und Krankheit mit und war in zwei juristischen Lehrveranstaltungen eingesetzt.

Nach diesen Stationen arbeitete Herr Prof. Dr. Hainz als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Universitätsmedizin Mainz. Er forschte vor allem zu ethischen Fragen der nicht-therapeutischen Verbesserung menschlicher Leistungen („Human Enhancement“) und zu ethischen Aspekten der Neurowissenschaften. In der Lehre unterrichtete er in den Studiengängen Human- und Zahnmedizin sowie im weiterbildenden Masterstudiengang Medizinethik. Sein Lehrportfolio deckte u. a. medizinische Terminologie, Ethik am Lebensende, Forschungsethik und Ethik der evidenzbasierten Medizin ab.

Zuletzt war Herr Prof. Dr. Hainz als Berater bei dem Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH tätig. Er unterstützte ein Bundesministerium bei der Entwicklung von Forschungsthemen und begleitete externe Forschungsvorhaben in fachlichen Fragen sowie im Projektmanagement. Außerdem moderierte er regelmäßig Fachveranstaltungen auf ministerieller Ebene. Seine Schwerpunkte waren digitale Innovationen im Gesundheitsbereich, ethische Aspekte der Digitalisierung und des demografischen Wandels im Gesundheitswesen sowie die Versorgung Langzeitüberlebender nach einer Krebstherapie.

Neben seinen beruflichen Tätigkeiten hat Herr Prof. Dr. Hainz an mehreren Business-Plan-Wettbewerben teilgenommen. Eine Geschäftsidee zu schluckbaren Sensoren („Ingestibles“) in Kombination mit 3D-gedruckten Medikamenten wurde im Rahmen des „innovate.healthcare Hackathon“ 2016 als „Most Innovative Approach“ und mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. In dem prämierten Team war er für die Entwicklung des Geschäftsmodells sowie für die Abklärung regulatorischer Rahmenbedingungen verantwortlich.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • T. Hainz (2019): Ingestibles in der Patientenversorgung. Ethische Erwägungen und Empfehlungen, in: Dekanat der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft (Hrsg.): Patientenversorgung aktiv gestalten, S. 145-161.
  • A. Dwertmann/T. Hainz (2018): Von Erbsen zu Designerbabies? Die CRISPR/CAS-Methode und ihre historischen Wurzeln, in: VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (Hrsg.): 40 Jahre für Innovation und Technik, S. 46-52.
  • T. Hainz, N.W. Paul (2017): What Can We Do for You? The Role of Ethics Experts in Neuroscience, in: AJOB Neuroscience 8 (1), S. 15-17.
  • J. Lander, T. Hainz, I. Hirschberg, S. Bossert, D. Strech (2016): Do Public Involvement Activities in Biomedical Research and Innovation Recruit Representatively? A Systematic Qualitative Review, in: Public Health Genomics 19 (4), S. 193-202.
  • T. Hainz, S. Bossert, D. Strech (2016): Collective Agency and the Concept of ‚Public‘ in Public Involvement, in: BMC Medical Ethics 17 (1), doi:10.1186/s12910-015-0083-z.
  • D. Strech, I. Hirschberg, A. Meyer, An. Baum, T. Hainz, G. Neitzke, G. Seidel, M.-L. Dierks (2015): Ethics Literacy and „Ethics University“: Two Intertwined Models for Public Involvement and Empowerment in Bioethics, in: Frontiers in Public Health 3, doi:10.3389/fpubh.2015.00287.
  • T. Hainz (2015): Broad Consent and the Implantation of Predictive Brain Technologies, in: AJOB Neuroscience 6 (4), S. 20-22.
  • T. Hainz (2015): The Enhancement of Children Versus Circumcision: A Case of Double Moral Standards?, in: Bioethics 29 (7), S. 507-515.
  • J. Lander/T. Hainz/I. Hirschberg/D. Strech (2015): Current Practices of Public Involvement Activities in Biotechnology Research and Innovation. A Systematic Qualitative Review, in: PLoS One 9 (12), doi:10.1371/journal.pone.0113274.
  • T. Hainz (2015): Chronologie und Biologie. Zwei Formen des Alterns und ihre Implikationen, in: M. Bolze et al. (Hrsg.): Prozesse des Alterns. Konzepte – Narrative – Praktiken. Bielefeld: transcript, S. 29-48.
  • T. Hainz (2014): Radical Life Extension: An Ethical Analysis, Münster: mentis. (Dissertation)
  • T. Hainz (2014): Radical Life Extension: Should It Be an Issue for Ecology?, in: GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society 23 (3), S. 226-230.
  • T. Hainz/D. Strech (2014): Which Public to Involve? More Reflection on Collective Agency and Sufficient Representativeness Is Needed, in: American Journal of Bioethics 14 (6), S. 31-33.
  • T. Hainz (2014): The Relevance of Value Theory for the Ethical Discussion of Human Enhancement, in: R. Luppicini (Hrsg.): Evolving Issues Surrounding Technoethics and Society in the Digital Age. Hershey: IGI Global, S. 11-27.
  • T. Hainz (2014): Kryonik, Philosophie und Todeskriterien, in: C. Hoffstadt et al. (Hrsg.): Der Tod in Kultur und Medizin. Bochum/Freiburg: Projekt Verlag, S. 107-120.
  • T. Hainz (2012): Value Lexicality and Human Enhancement, in: International Journal of Technoethics 3 (4), S. 54-65.

 

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