Prof. Dr. Dr. Andreas Remmel

Professor - Standort Regensburg

Lebenslauf

Nach dem Abitur studierte Andreas Remmel als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Cusanuswerks Psychologie, Philosophie, Soziologie und Geschichte an den Universitäten Münster und Bielefeld und Medizin an den Universitäten Würzburg und München.

Er promovierte in Psychologie/Philosophie und Medizin zu Themen der Knochenmark- und Stammzelltransplantation und einer Integrierten Psychoonkologie.

Seit 1985 ist Herr Remmel Diplom-Psychologe und seit 1998 approbierter Psychologischer Psychotherapeut.

Nach seinem Staatsexamen in Medizin 1992 arbeitete er zunächst als erster Psychoonkologe an einer Universitätsklinik in Bayern und war parallel wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistenzarzt für Innere Medizin, m.S. Hämatologie und Internistische Onkologie, in Psychosomatik und Psychotherapie, am Klinikum Großhadern der LMU München, von 1997 bis 2000 an der Charité in Berlin.

1998 schloss er seine Weiterbildungen zum Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie, 2005 zum Facharzt für Innere Medizin, ab. Seine fachärztliche Weiterbildung in Psychiatrie erhielt er am Westfälischen Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie und war danach am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim tätig. Zusätzlich absolvierte er eine Weiterbildung in Klinischer Neurologie in Österreich und am RMK Winnenden.

Prof. Remmel war Chefarzt für Psychosomatik und kommissarischer Chefarzt für Innere Medizin an den Kliniken des Landkreises Freyung-Grafenau, bereichsleitender Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Bochum und Leitender Oberarzt und Stv. Ärztlicher Direktor am ZI in Mannheim, bevor er für mehr als 10 Jahre als Ärztlicher Gründungsdirektor und wissenschaftlicher Leiter der ersten Modellklinik für Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie in Österreich und einer Psychosomatischen Fachklinik in Baden-Württemberg tätig war. 2017 gründete er ein eigenes Therapie-Centrum in Bad Mergentheim.

Prof. Remmel verfügt über umfassende psychotherapeutische Aus- und Weiterbildungen, so u.a. in Gesprächspsychotherapie, Psychodrama, Kognitiver Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, körperorientierter Gestalttherapie und Integrativer Therapie, DBT und TFP, sowie in achtsamkeitsbasierten Verfahren.

Achtsamkeit und Bewusstheit waren stets ein wesentliches Forschungsanliegen von Herrn Remmel und so war er auch zu einem Aufenthalt als Senior Researcher am Mind and Life Research Institute in New York, sowie an der UMass in Worcester/USA.

Herr Remmel ist Lehrtherapeut der Österreichischen Ärztekammer und der Europäischen Akademie für Psychosoziale Gesundheit und Kreativitätsförderung/Fritz-Perls-Institut, DBT-Therapeut und -Trainer, Biofeedback-Therapeut, sowie Selbsterfahrungsleiter und Supervisor für Verhaltenstherapie (IVT Leipzig) und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (WIAP Wiesbaden), sowie am Schmerztherapie-Zentrum Bad Mergentheim. Ebenso arbeitet er als Gruppenleiter für interaktionelle Fallarbeit (IFA) und Leiter von Balint-Gruppen.

Seine wissenschaftlichen und klinischen Schwerpunkte waren in den letzten 25 Jahren ausgewählte Bereiche der gesamten Psychosomatik und Psychiatrie, und hier insbesondere von PatientInnen mit Persönlichkeitsentwicklungsstörungen (Borderline-Störungen), komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen (kPTBS), Essstörungen, Angst-erkrankungen, Depressionen, Schmerz- und Somatisierungsstörungen, sowie die Achtsamkeits- und empirische Therapieforschung.

Weitere zentrale Themen seiner Arbeiten sind eine Existentielle Therapie, Wertbindungen und Moralentwicklung, sowie Gesundheit in sozialen Systemen.

Prof. Dr. Dr. Remmel war/ist Gast-Professor an der Donau-Universität Krems, apl. Professor am Dept. Psychologie der LMU München, sowie ordentlicher Professor für Angewandte Psychologie an der ib Hochschule Berlin.

Neben seiner jetzigen Hochschulprofessur für Gesundheitslehre und Gesundheitsforschung an der HSD Döpfer in Köln und Regensburg ist er niedergelassener Arzt und Psychotherapeut und leitet das Therapie-Centrum Im Kurpark für hausärztlich-internistische Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie in Bad Mergentheim.

Forschungs- und Lehrschwerpunkte

  • Gesundheitslehre, Gesundheits- und Stressforschung
  • Achtsame Führung in Institutionen und sozialen Systemen
  • Physician Assistance
  • Klinische Psychologie, Psychosomatik und Psychotherapie-Forschung
  • Psychopharmakologie
  • Klinische Entwicklungspsychologie über die Lebensspanne
  • Emotions-, Bewusstseins- und Kreativitätsforschung
  • Moralität und Wertesysteme
  • Anthropologische Medizin und existentielle Psychotherapie

 

Drittmittelgeförderte Forschungsprojekte:

  • Stress and emotion: effectivity and efficacy of music medicine interventions in patients with mental disorders – effects on somatic and psychobiological functions. A randomized controlled trial
    Forschungsförderung des Landes Niederösterreich:
  • Stress and stress reduction in patients with psychosomatic disorders and chronic diseases
    Forschungsförderung des Landes Niederösterreich:
  • Mindfulness based stress reduction (MBSR) und Kraft-Ausdauer-Training bei Patienten unter hämatopoetischer Stammzelltrans-plantation“
    Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung (DJCLS)
  • Ambulantes, EDV-gestütztes Monitoring zur Erfassung globaler und bereichsspezifischer  Lebensqualität bei Krebspatienten
    Stiftung „Natur und Umwelt“ der Landesbank Baden-Württemberg:
  • „Entwicklung telemedizinischer und telekommunikativer Standards zur Erfassung somatischer Befunde und Lebensqualität bei Patienten nach Knochenmark- und Stammzelltransplantation“ Technologieförderung in der Medizin, München
  • Klinische Bindungsforschung“;
     Ruhr-Universität Bochum u. Landschaftsverband Westfalen-Lippe
  • Körper und Persönlichkeit – Diagnostik und Therapie
    gestörter Entwicklung“ (DFG-Sachmittelbeihilfe)
  • Stationäre Borderline-Therapie
    Ruhr-Universität Bochum u. Landschaftsverband Westfalen-Lippe
  • Körpererleben und Bindungsrepräsentation bei PatientInnen mit Borderline-Syndromen und psychogenen Essstörungen
    Ruhr-Universität Bochum (FORUM-Mittel)
    (Pfizer-Forschungspreis)

Mitgliedschaften

Ausgewählte Publikationen:

  • Remmel, A.; Sack, M. (2016):Werte in der Psychotherapie – Editorial Themenheft
    PTT – Zeitschrift für Persönlichkeitsstörungen, Theorie und Therapie, 2016; 20: 81-82
  • Remmel, A. (2016):
    Persönlichkeitsentwicklungsstörungen als Störungen des Werteerlebens, Wertebewusstseins und persönlicher Bindungen
    PTT – Zeitschrift für Persönlichkeitsstörungen, Theorie und Therapie, 2016; 20: 83-90
  • Remmel, A. (2016): Existenzielle Psychotherapie und Lebensbejahung durch Achtsamkeit, Selbstzuwendung und Selbstmitgefühl
    PTT – Zeitschrift für Persönlichkeitsstörungen, Theorie und Therapie, 2016; 20: 91-101
  • Remmel, A. (2013): Emotion and stress regulation in patients with somatoform and anxiety disorders: A RCT of mindfulness based interventions 
    J Psychosom Res, 2013, 75, 2, 195
  • Remmel, A. (2013): Predicting the outcome of patients with mental and psychosomatic disorders: A RCT of mindfulness based interventions 
    J Psychosom Res, 2013, 75, 2, 195
  • Remmel, A. (2013): Effektivität und Effizienz musiktherapeutischer Interventionen bei Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen
    Eggenburg: EICoN: Forschungsbericht 2013
  • Remmel, A., Remmel-Richarz, B., Tauss, M. (2013): Achtsamkeit als Haltung und Basis therapeutischer Veränderungsprozesse–Chancen für die Suchtbehandlung?
    Rausch-Wiener Zeitschrift für Suchtforschung, 2013,2, 13-25
  • Tran, U.; Walter, T.; Remmel, A. (2012): Dimensions of psychosocial impairment: Construct validation of clinical scales with particular reference to the SCL-90-R. 
    Diagnostica, 2012, 58, 75-86
  • Bannert, B.; Schobersberger, W.; Tran, U.; Remmel, A. (2011): The effectiveness of a non-diet multidisciplinary weight reduction program for severe overweight patients with psychological comorbidities
    journal of Obesity; doi:10.1155/2011/641351
  • Remmel, A. (2006): Körper und Persönlichkeit -  Persönlichkeitsstörungen in der Perspektive einer medizinischen Anthropologie
    In: Remmel, A.; Kernberg, O.F.; Vollmoeller, W.; Strauß, B. (Hrsg.) (2005): Handbuch: Körper und Persönlichkeit
    Entwicklungspsychologie, Neurobiologie und Therapie von Persönlichkeitsstörungen
    Stuttgart: Schattauer-Verlag, 2006 
  • Remmel, A.; Richarz, B. (2006): Bewusstsein und Psychotherapie – Achtsamkeitsbasierte Ansätze bei Persönlichkeitsstörungen und chronischen Stress-Syndromen.
    In: Remmel, A.; Kernberg, O.F.; Vollmoeller, W.; Strauß, B. (Hrsg.) (2005):
    Handbuch: Körper und Persönlichkeit. Entwicklungspsychologie, Neurobiologie und Therapie von Persönlichkeitsstörungen
    Stuttgart: Schattauer-Verlag, 2006
  • Remmel, A.; Kernberg, O.F.; Vollmoeller, W.; Strauß, B. (Hrsg.) (2006): Handbuch: Körper und Persönlichkeit
    Entwicklungspsychologie, Neurobiologie und Therapie von Persönlichkeitsstörungen.
    Stuttgart: Schattauer-Verlag, 2006 
  • Remmel, A., Bohus, M. (2006): Pharmakologische und psychotherapeutische Behandlung der Borderline-Störung
    J Psychiatr, Psychol Psychotherapy, 54 (3), 2006,185-197  
  • Remmel, A. (2006): Mindfulness and pain – body-mind communication in somatoform disorders
    PiD -  Psychother i Dialog, 2006
  • Remmel, A. (2006): Stress und Immunität –
    Update psychoneuroimmunologischer Forschung. 
    Der Onkologe, 2006, 12:7-17
  • Remmel, A., Heinl, H. (2006): Körperorientierte Gestalttherapie – Heilende Aufmerksamkeit im Dialog
    PiD- Psychoth I Dialog, 2006,
  • Bohus, M. ; Remmel, A. (2004):
    Zum Umgang mit Suizidalität in der Borderline-Therapie. 
    Persönlichkeitsstörungen, 2004; 8: 11-16
  • Beinert, Th.; Mergenthaler, H.G.; Remmel, A.; Possinger, K. (1997): Bronchialkarzinome. Diagnostik – Therapie – Nachsorge
    Berlin: Schriftenreihe der Medizinischen Klinik und Poliklinik der Charité Berlin, 11997
  • Remmel, A. (1996): Erleben, Kommunikation und Beziehung – Psychoonkologische Betreuung Erwachsener
    In: Tumorzentrum München (Hrsg.): Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge –  Leukämien und Myelodysplastische Syndrome, München: Schriftenreihe des Tumorzentrums München, 1996, 221-230
  • Remmel, A.; Müller, E.; Kainz-Mock, M.; Lorenz, T.; Holler, E.; Kolb, H.J. (1996): Lebensqualität nach autologer und allogener Knochenmarktransplantation.
    In: Klein, H.G.; Seidel, D. (Hrsg.): Research-Festival ´96 – Großhadern lädt ein und gibt Einblicke in die Forschung.
    München: MMW-Taschenbuch, 1996, 66-67
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