Partizipation in der Sozialen Arbeit - "alter Hut" oder Dauerbrenner?

Kostenlose Auftaktveranstaltung des B.A. Soziale Arbeit an der HSD Hochschule Döpfer

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit ist ein rechtlich und pädagogisch seit mehreren Jahrzehnten verankertes Thema. Dennoch erhalten noch immer nicht alle Heranwachsenden gleiche und breit angelegte Mitsprache- und Mitbestimmungsmöglichkeiten innerhalb der Einrichtungen. Auch die Frage des reflektierten Umgangs mit "Macht in pädagogischen Beziehungen" ist häufig noch nicht ausreichend geklärt. In kurzen Impulsen soll im Rahmen der hybriden Veranstaltung damit verbundenen Fragen nachgegangen werden.


Seit dem Sommersemester 2022 bietet die HSD Hochschule Döpfer den B.A. Studiengang Soziale Arbeit an. Dazu wurde im Herbst 2021 eine Umfrage unter Fachkräften der Sozialen Arbeit durchgeführt, welche Themen aktuell in der Sozialen Arbeit relevant sind.

Dabei wurde das Thema "Partizipation von Kindern und Jugendlichen" mit deutlichem Abstand am häufigsten gewählt. Andererseits sind Beteiligung und Kinderrechte seit Jahren fester Bestandtteil von Ausbildung, Studium und Weiterbildung der Sozialen Arbeit. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung soll daher der Frage nachgegangen werden, wie aktuell das Thema ist und durch Impulse aus der Praxis verschiedene Perspektiven auf Partizipation als Aufgabe für die Soziale Arbeit eingenommen werden.
 

Ablauf und Programm:

Die Veranstaltung findet hybrid statt:

  • Nehmen Sie in Präsenz in Regensburg teil (Plätze begrenzt)
    oder
  • wählen Sie sich online via Zoom ganz bequem von zu Hause aus ein. Den Zugang erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung per E-Mail.

Programm der Tagung:


ab 13.30 Uhr:
Ankunft der Teilnehmenden


14.00 Uhr:
Begrüßung durch Prof. Dr. Karin Kohlstedt, Präsidentin der HSD Hochschule Döpfer und Prof. Dr. Andreas Eylert-Schwarz, Studiendekan B.A. Soziale Arbeit


14.15 Uhr:
Interaktiver Einstieg
(Prof. Dr. Andreas Eylert-Schwarz, HSD Hochschule Döpfer)


14.30 Uhr:
Impulsvortrag „Partizipation in der Sozialen Arbeit - "alter Hut" oder Dauerbrenner?“
(Prof. Dr. Andreas Eylert-Schwarz, HSD Hochschule Döpfer)


15.00 Uhr:
Kaffeepause und ggf. Raumwechsel


15.15 Uhr:
Impulsblock I - 
Sie haben die Wahl zwischen folgenden Themen:

  • „Rahmenbedingungen und Strukturen zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen – Von der pädagogischen Praxis zur kommunalen Strategie“
    (Johanna Krause – Kinderfreundliche Kommunen e.V., Berlin)

    oder

     
  • „Das Kindeswohl neu denken! Kinderrechtsbasierte Ermittlung und Bestimmung des Kindeswohls“ 
    (Claudia Kittel, Institut für Menschenrechte, Berlin)

16.15 Uhr:
Kaffeepause und ggf. Raumwechsel


16.30 Uhr
Impulsblock II: - 
Sie haben die Wahl zwischen folgenden Themen:

  • „Partizipation von Kindern und Jugendlichen – und was ist mit den Fachkräften?“
    (Prof. Dr. Andreas Eylert-Schwarz, HSD Hochschule Döpfer)

    oder 
     
  • „Wer wird schon so naiv sein, Kinder nach ihrer Meinung zu fragen oder gar ihre Zustimmung einzuholen; was kann ein Kind denn schon zu sagen haben!" JANUSZ KORCZAK & DIE RECHTE DES KINDES
    (Agata Skalska, Hochschule Düsseldorf)

17.30 Uhr:
Abschlussrunde / Ausstieg


18.00 Uhr:
Ende der Veranstaltung

ReferentInnen:

Dr. Andreas Eylert-Schwarz (Erzieher, Dipl. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge) ist Professor für Soziale Arbeit und Studiendekan des BA Soziale Arbeit an der HSD Hochschule Döpfer. Zuvor war er langjährig als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Leuphana Universität Lüneburg tätig und hat freiberuflich als Moderator, Prozessbegleiter und Dozent Kinder, Jugendliche und Fachkräfte im Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung begleitet. Er verfügt über praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe. 

Claudia Kittel ist Dipl.-Pädagogin und leitet die Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention (KRK) des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Sie war zuvor Sprecherin der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V., für die sie seit 2003 die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention aus Perspektive der Zivilgesellschaft im Blick hatte. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Beteiligungsrechte von Kindern, wirksame Beschwerdeverfahren für Kinder und Jugendliche sowie Rechte von Flüchtlingskindern in Deutschland. 

Johanna Krause (Kinderfreundliche Kommunen) ist Erzieherin, Kunsthistorikerin und Prozessmoderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung. Seit Februar 2022 ist sie Referentin für die Begleitung von Kommunen zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention bei Kinderfreundliche Kommunen e.V., Büro Berlin. Zuvor war sie unter anderem im Projektmanagement und der Moderation für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Frei- und Grünflächenplanung des Baureferates / Gartenbau München verantwortlich und im Auftrag des Pädagogischen Instituts München für die Schulung, Beratung und Begleitung von Kindertageseinrichtungen in der Umsetzung von Partizipation tätig. 

Agata Skalska (Hochschule Düsseldorf) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Düsseldorf im Projekt "Kinder als Stakeholder in Kindertageseinrichtungen - Studie zu den Sichtweisen der Kinder auf institutionelle Arrangements" und im Projekt "Forschungsarchiv zur Person und Pädagogik von Janusz Korczak" das sie derzeit aufbaut. Sie promoviert derzeit an der Uni Duisburg-Essen zum Thema "Janusz Korczaks Bild vom Kind und seine Perspektive auf das Erwachsenen-Kind Verhältnis". Sie bringt Praxiserfahrung aus der Tätigkeit in einer Kindertageseinrichtung und in einem Zentrum für Pflegekinderhilfe in ihre wissenschaftliche Arbeit und Lehre mit ein. 

Melden Sie sich an für eine Präsenzteilnahme (Regensburg) oder online (Zoom):