Im Juli öffnete die HSD Hochschule Döpfer virtuell ihre Türen für Studieninteressierte im Bereich Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik. Beim digitalen Schnuppertag erhielten die Teilnehmenden fundierte Einblicke in Inhalte, Perspektiven und Herausforderungen der Studiengänge – anschaulich und praxisnah vermittelt von den drei Lehrenden Prof. Dr. Andreas Eylert-Schwarz, Prof. Dr. Andrea Gergen und Prof. Dr. Matthias Blum.
Zu Beginn der digitalen Veranstaltung widmete sich Prof. Dr. Andrea Gergen dem Thema „Kinderschutz in der digitalen Welt“. Sie zeigte auf, wie stark digitale Medien bereits in den Alltag von Kindern und Jugendlichen integriert sind – mit Chancen, aber auch Herausforderungen. Anhand aktueller Daten und Beispiele ging sie auf Risiken wie Cybergrooming, problematische Inhalte oder Datenmissbrauch durch Apps ein.
Zugleich betonte sie die Rolle der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik als aktive Schutzinstanzen: Mit medienpädagogischer Kompetenz, partizipativen Ansätzen und digitalen Schutzkonzepten können Fachkräfte Kinder besser begleiten und schützen. Die rechtlichen Grundlagen – etwa die UN-Kinderrechtskonvention und das UBSKMG – bilden hierfür zentrale Orientierungspunkte. Ihre klare Botschaft: Digitale Kindheit ernst nehmen und aktiv mitgestalten.
Den zweiten Impuls lieferte Prof. Dr. Matthias Blum mit einem Vortrag zu einem herausfordernden Thema: Übergriffiges Verhalten im pädagogischen Alltag. Anhand eindrucksvoller Fallbeispiele stellte er die „Verhaltensampel“ vor – ein Reflexionsinstrument, mit dem pädagogische Fachkräfte zwischen akzeptablem, grenzwertigem und eindeutig unzulässigem Verhalten unterscheiden lernen. Sein Beitrag machte deutlich, wie hoch der Anspruch an professionelle Selbstreflexion in der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik ist – und wie wichtig klare ethische Orientierung in der pädagogischen Praxis bleibt.
Den Abschluss gestaltete Prof. Dr. Andreas Eylert-Schwarz mit einem Überblick über die vielfältigen Handlungsfelder der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik. Er zeigte auf, dass sowohl Einsteiger*innen als auch Um- oder Aufsteiger*innen mit sehr unterschiedlichen Biografien ihren Platz im Studium finden können. Anhand realer Fallbeispiele verdeutlichte er, wie das Studium neue Karrierewege eröffnet – etwa für Berufstätige, die sich akademisch weiterentwickeln wollen. Besonders eindrücklich war der Beitrag von Alumna Sabrina Kraus, die bis Februar 2025 als berufstätige Erzieherin im Virtuell-Live-Modell studierte und heute wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HSD Hochschule Döpfer im Projekt OKOM ist.
Neben inhaltlichen Impulsen bot der Schnuppertag auch Raum für Austausch und individuelle Fragen. Auch neue Ideen entstanden – so etwa der Wunsch nach einer Zertifikatsweiterbildung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz und Kinderschutzfragen. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll: Wer in diesen Studienfeldern arbeiten möchte, braucht nicht nur fachliches Wissen, sondern auch Haltung, Reflexionsfähigkeit und gesellschaftliches Engagement.
Weitere Informationen zum Bachelorstudiengang Soziale Arbeit sowie zum Bachelorstudiengang Bildung und Erziehung in der Kindheit finden sich auf der Website der Hochschule.












