
Prävention fördern und Rehabilitation optimieren: Die elementare Rolle wissenschaftlich fundierter Physiotherapie
Mit seinem aktuellen Fachbeitrag „Mission Selbstwirksamkeit – Der Sinn hinter der Physiotherapie“ (erschienen in physiopraxis, Ausgabe 2/2026, Thieme Verlag) widmet sich Prof. Dr. Alfred Rucker, Professor für Angewandte Therapiewissenschaften an der Hochschule Döpfer, einem zentralen Thema: Die Relevanz der modernen Physiotherapie als essenzielles Bindeglied in der effizienten Gestaltung rehabilitativer Maßnahmen und der systematischen Entwicklung präventiver Gesundheitskonzepte.
Rucker beleuchtet, wie physiotherapeutische Maßnahmen nicht nur die körperliche Funktionsfähigkeit unterstützen, sondern auch gezielt das Vertrauen der Patient*innen in ihre eigenen Fähigkeiten stärken können. Dabei wird deutlich, dass Physiotherapie mehr ist als Bewegungstraining – sie schafft Lernräume, in denen Menschen ihre Handlungsfähigkeit zurückgewinnen und Schritt für Schritt Verantwortung für ihren Genesungsprozess übernehmen.
Ein zentrales Konzept seines Artikels ist die Verbindung zwischen intrinsischer Kapazität – also den körperlich-mentalen Ressourcen eines Menschen – und der Selbstwirksamkeitserwartung. Laut Rucker bilden diese beiden Komponenten das Fundament physiotherapeutischen Handelns. Ziel sei es, Patient*innen zu einem „Mindestmaß an Selbstbestimmung“ zu führen – zu jenem Punkt, an dem Therapieunterstützung in eigenständiges Handeln übergeht.
Anhand verschiedener Fallbeispiele – vom jungen Sportler mit Kreuzbandruptur bis zur älteren Patientin mit chronischen Beschwerden – zeigt Prof. Dr. Rucker praxisnah, wie Physiotherapeut*innen durch gezieltes Training, nachvollziehbare Zielsetzung und eine wertschätzende Kommunikation nachhaltige Veränderungen anstoßen. Therapie wird so konsequent als „Hilfe zur Selbsthilfe“ verstanden. Unter “TUS!” verwendet Prof. Dr. Rucker ein Akronym, unter dem Therapie unter Selbstkontrolle, als wichtiger Baustein zur Optimierung von Rehabilitation und Förderung von Prävention, verstanden werden kann.
Für die Lehre und Forschung an der HSD ist diese Veröffentlichung ein Zeichen nach außen über das Verständnis von moderner Physiotherapie. Die Inhalte des Artikels fließen direkt in die Ausbildung der Studierenden ein und verdeutlichen, wie wichtig evidenzbasierte, patientenorientierte und ressourcenstärkende Therapieansätze für die Zukunft der Profession sind.
Zur Publikation:
Rucker Alfred (2026): Mission Selbstwirksamkeit – Der Sinn hinter der Physiotherapie. physiopraxis, 34–39. https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/a-2738-0893.pdf?cooperation=3tDZz1rniy6zSjuPhvYTXLmTZ37NtT1QMpQhvTds
Profil & Publikationen: Prof. Dr. Alfred Rucker
Nächster Vortrag:
therapie MÜNCHEN am 20. Juni 2026 um 13:00 Uhr im MOC
therapie MÜNCHEN - Die angewandte ICF im bio-psycho-sozialen Kontext Teil 1 (S-19) | therapie MÜNCHEN


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