HSD-Absolventin Lina Blum gewinnt Nachwuchspreis des Deutschen Bundesverbands für Logopädie

Lina Blum, Alumna des Studiengangs B. Sc. Angewandte Therapiewissenschaften, wurde für ihre Bachelorarbeit mit dem dbl-Nachwuchspreis 2026 ausgezeichnet. Der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) ehrt mit dem Preis herausragende Abschlussarbeiten im Themenfeld der Logopädie. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert.

Digitalisierung in der Dysphagietherapie

Lina Blum erhält den Preis für ihre Bachelorarbeit mit dem Titel „Apps in der logopädischen Behandlung von neurogenen Dysphagien: ein Scoping Review“. Die Arbeit entstand der Betreuung von Dr. Helena Kukla und Prof. Dr. Tobias Braun.

Preisverleihung auf dem dbl-Kongress

Die feierliche Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Eröffnungsfeier des 54. dbl-Kongresses in Weimar. In ihrer Laudatio würdigten die Betreuer*innen insbesondere die hohe wissenschaftliche Qualität der Arbeit, die fundierte methodische Vorgehensweise sowie die erfolgreiche Verknüpfung von Logopädie, Digitalisierung und Versorgungsforschung. Das wissenschaftliche Niveau gehe weit über die Anforderungen einer Bachelorarbeit hinaus.

Studium und Beruf erfolgreich verbunden

Lina Blum hat die Arbeit im Rahmen ihres berufsbegleitenden Studiums, also neben ihrer Tätigkeit in der neurologischen Frührehabilitation, erstellt – ein Beispiel für die erfolgreiche Verbindung wissenschaftlicher Forschung und klinischer Praxis.

Lina Blum ist seit 2018 Logopädin mit Schwerpunkt in der Behandlung neurogener Dysphagien und arbeitet seit 2024 in der neurologischen Frührehabilitation der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg. Das Studium der Angewandten Therapiewissenschaften an der HSD absolvierte sie von 2022 bis 2025 am Standort Potsdam

Präsentation vor Fachpublikum

Die Laudatio wurde im Rahmen der Preisverleihung stellvertretend verlesen und verlieh der Veranstaltung eine persönliche und emotionale Note. Lina Blum präsentierte die Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit anschließend vor großem Fachpublikum.

Beitrag zur Verbesserung der Versorgungssituation

Neurogene Dysphagien – neurologisch bedingte Schluckstörungen – treten insbesondere bei älteren Menschen sowie nach neurologischen Erkrankungen häufig auf. Strukturelle Probleme wie der Fachkräftemangel oder unzureichende logopädische Versorgung in ländlichen Regionen erschweren die angemessene Versorgung Betroffener. Gesundheits-Apps können die Dysphagietherapie sinnvoll ergänzen und haben das Potenzial, der logopädischen Unterversorgung entgegenzuwirken.

Orientierung im wachsenden App-Markt

Mit ihrer Arbeit verfolgte die Preisträgerin das Ziel, aktuell verfügbare Apps zur Unterstützung der logopädischen Behandlung neurogener Dysphagien zu identifizieren und hinsichtlich Zielgruppe, Funktionalität, Methoden und Evidenzbasis zu analysieren. Dazu führte sie eine systematische Recherche in wissenschaftlichen Datenbanken und App-Stores durch. Das Scoping-Review bietet eine Orientierung bei der Auswahl und Bewertung entsprechender Anwendungen. Gleichzeitig zeigt es konkreten Forschungsbedarf in diesem Feld auf.

Hohe wissenschaftliche Qualität und Praxisrelevanz

„Mit ihrer Arbeit hat Lina Blum einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung digital gestützter Versorgungsansätze in der Dysphagietherapie geleistet. Die Auszeichnung mit dem dbl-Nachwuchspreis unterstreicht die hohe wissenschaftliche Qualität und Praxisrelevanz ihrer Forschung“, resümiert Dr. Bernadette Witecy, Professorin für Therapiewissenschaften mit Schwerpunkt Logopädie an der HSD, die ebenfalls am dbl-Kongress in Weimar teilnahm. Die HSD gratuliert Lina Blum herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung.

Zum Deutschen Bundesverband für Logopädie (dbl): Startseite - dbl - Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V.

Über das Studium: Studium: B.Sc. Angewandte Therapiewissenschaften

v.l.: Antje Krüger (dbl-Bundesvorstand, Interessenvertretung Bildung), Lina Blum, Julia Pichura (Opta Data), Pia Mause (Optica), Dagmar Karrasch (dbl-Präsidentin). Foto: © dbl e.V. / Steffen Walther