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Aphasie als mehrdimensionales Gesundheitsproblem: HSD-Professorin Dr. Ruth Nobis-Bosch führt aktuelle Befunde aus Praxis und Forschung zusammen und eröffnet neue Perspektiven für die Versorgung

Dr. Ruth Nobis-Bosch, Professorin für Angewandte Therapiewissenschaften und Medizinpädagogik an der HSD Hochschule Döpfer, staunte nicht schlecht, als sie sich selbst auf der Titelseite des renommierten Fachmagazins „forum:logopädie“ sah. Für die Ausgabe 5/2021 hat sie die Gastschriftleitung übernommen und in dieser Funktion die Themen zusammengestellt. Auch als Co-Autorin und Interviewerin tritt sie darin in Erscheinung.

Intensive Aphasietherapie

Ihr besonderer Verdienst ist vor allem darin zu sehen, dass es ihr als international anerkannte Fachexpertin für Aphasie gelungen ist, relevante Forschungsstränge zu identifizieren und ausgewählte Forschende eingeladen hat, ihre Ergebnisse in der Publikation vorzustellen, die vom Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. herausgegeben wird. Damit eröffnet sie der Scientific Community und insbesondere den klinisch tätigen Therapeut*innen eine umfassende aktuelle Perspektiven auf die Versorgung von Menschen mit Aphasie. Ein zentraler Befund ist, dass die Sprachtherapie mit hoher Frequenz erfolgen muss, um langfristige Verbesserungen zu erreichen. „Intensive Aphasietherapie lohnt sich für alle Beteiligten“ lautet das Fazit der engagierten Professorin, das auch auf dem Titel zu finden ist.

Wege aus der Sprach- und Kommunikationsstörung

Unter Aphasien werden bestimmte Formen von Sprach- und Kommunikationsstörungen verstanden, die Menschen beispielsweise nach einem Schlaganfall erleiden. Wichtige Forschungsthemen betreffen die Frage „Welches therapeutische Vorgehen ist für welche Betroffenen am besten geeignet, um trotz sprachlicher Beeinträchtigungen im Alltag kommunizieren zu können?“. In diesem Kontext ist auch die Frage von zentraler Bedeutung, wie ein guter, langfristiger Therapieerfolg gemessen werden kann. Anhand der verschiedenen Beiträge in der Fachzeitschrift wird deutlich, dass Aphasie als mehrdimensionales Gesundheitsproblem betrachtet werden muss. Damit rücken auch die Auswirkungen einer Aphasie auf Alltagsaktivitäten, Teilhabe und Berufsausübung deutlich in den Fokus. Ebenso findet die Wechselwirkung zwischen Umwelt und von Aphasie betroffenen Menschen ihren angemessen Platz in der Forschung.  

Link zur Publikation: www.dbl-ev.de/service/zeitschrift-forumlogopaedie

Kontakt zu Prof. Dr. Ruth Nobis-Bosch: r.nobis-bosch@hs-doepfer.de

Vita von Prof. Dr. Ruth Nobis-Bosch: www.hs-doepfer.de/hochschule/team/ruth-nobis-bosch