Einblicke in die Lehre: Musik in der Sozialen Arbeit als Schlüssel zu Teilhabe und Chancengerechtigkeit

Musik kann Brücken bauen, Selbstvertrauen stärken und Lernprozesse unterstützen. Auch Hille und Schupp (2015) konnten nachweisen, dass Jugendliche, die Musikunterricht erhalten, bessere schulische Leistungen erzielen und in Persönlichkeitsmerkmalen wie Gewissenhaftigkeit, Offenheit und Ehrgeiz stärker ausgeprägt sind. Besonders deutlich sind diese Effekte bei Jugendlichen aus sozioökonomisch benachteiligten Familien.

Für Studierende und Fachkräfte der Sozialen Arbeit ergibt sich daraus ein spannendes Handlungsfeld. Musikalische Bildung wird nicht allein als künstlerische Praxis verstanden, sondern kann als Werkzeug zur Förderung von Fähigkeiten und schulischer Entwicklung genutzt werden.

Im kommenden Semester greift das HSD-Seminar „Musikalische Bildung in soziologischer Perspektive“ erstmals dieses Thema auf. Gemeinsam mit den Studierenden wird diskutiert, wie Musik nicht nur ästhetisches Erleben ermöglicht, sondern auch gesellschaftliche Strukturen widerspiegelt – und wie sie als Ressource genutzt werden kann, um Lern- und Entwicklungsprozesse zu unterstützen.

Das Modul wird in den beiden Studienfächern Soziale Arbeit sowie Bildung und Erziehung in der Kindheit von Ioannis Kioumourtzis gelehrt, insofern der Schwerpunkt „Musik- und Bewegungspädagogik“ gewählt wurde.

 

Foto: David Agiarov