Wir freuen uns, Prof. Dr. Andrea Gergen als neu berufene Professorin für Handlungsmethoden, Wissenstransfer und Praxisforschung in der Sozialen Arbeit am HSD-Campus Potsdam zu begrüßen. Sie lehrt in den Bachelorstudiengängen Soziale Arbeit und Medizinpädagogik sowie im Masterstudiengang Bildungspsychologie. Sie bringt dort ihre Erfahrungen aus Pädagogik, Lehrkräftebildung, Hochschuldidaktik und aus Forschungs- und Transferprojekten zu digitalen Lehr-Lern-Settings wie KI und Virtual Reality ein.
Prof. Dr. Gergen unterrichtet u.a. Rechtliche und politische Grundlagen der Sozialen Arbeit, Ästhetische Praxis, Medienbildung und -didaktik sowie Praxisforschung / forschungsbasiertes Lernen.
Was möchten Sie als Professorin an der HSD bewegen?
Prof. Dr. Andrea Gergen: Ich möchte Studierende darin begleiten, reflektiert und handlungsfähig in komplexen Praxisfeldern zu agieren – und dabei Theorie, Forschung und Praxis miteinander zu verbinden. Besonders wichtig ist mir ein Wissenstransfer in zwei Richtungen: Von der Wissenschaft in die Praxis – und aus der Praxis zurück in Lehre und Forschung. Dafür bietet das duale Studium beste Voraussetzungen. Dieser Wissenstransfer kann in der Praxisbegleitung des Studiums ebenso wie in theoriegeleiteten Veranstaltungen geschehen, in denen wir anhand von Fallanalysen einen Bogen zur Praxis schlagen und unsere Erfahrungen in reflexiver Distanz zur oft emotional belastenden Berufspraxis diskutieren.
Für welche Forschungsgebiete begeistern Sie sich?
Prof. Dr. Andrea Gergen: Ich forsche qualitativ-rekonstruktiv und organisationspädagogisch – u.a. zur Schulsozialarbeit in multiprofessionellen Teams im schulischen Ganztag und zum Mentoring in der Berufspraxis. Darüber hinaus beschäftige ich mich mit der Frage, wie digitale Tools, Künstliche Intelligenz und Virtual Reality Lern- und Beratungsprozesse in der Hochschullehre und in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit unterstützen können.
Ihre beruflichen Stationen vor Ihrer Professur?
Prof. Dr. Andrea Gergen: Vor meiner Zeit an der HSD war ich wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Hochschule Rosenheim. Dort habe ich u.a. zur Nutzung digitaler Tools sowie über KI und VR in der Hochschullehre geforscht. Zuvor war ich als Schulpädagogin an der Philipps-Universität Marburg tätig und habe insgesamt vierzehn Jahre als Lehrerin an Gesamtschulen gearbeitet – auch im inklusiven Unterricht und in multiprofessionellen Teams mit Schulsozialarbeiter*innen.
Ihre Freizeit-Aktivitäten?
Prof. Dr. Andrea Gergen: Mein Freund und ich mögen Camping und Outdoor-Sportarten wie Kanu- und Kajakfahren, Fahrradfahren und Wandern. Außerdem koche ich gern, ich lese viel, gehe gern in Konzerte, auf Festivals und ins Theater und bin politisch aktiv.
Riskieren wir einen Blick auf Ihren Nachttisch – was liegt aktuell dort?
Prof. Dr. Andrea Gergen: Eine neue Biografie zu Hannah Arendt: Die Denkerin. Hannah Arendt und ihr Jahrhundert von Grit Straßenberger. Arendts Leben und vor allem ihr Buch Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft sind sehr erhellend, wenn man Erklärungen für aktuelle Anfechtungen demokratischer Systeme und Organisationen sucht. Außerdem vertrat sie als Wissenschaftlerin einen erfahrungswissenschaftlichen Ansatz, der meinem Verständnis von Praxisforschung sehr entgegenkommt.
Wenn Sie uns ein „heimliches“ Laster verraten dürften, dann wäre das…?
Prof. Dr. Andrea Gergen: Ich gehe ab und zu in die Oper. Was klassische Musik angeht, werde ich zunehmend toleranter.
Was wünschen Sie den Studierenden der Sozialen Arbeit an der HSD?
Prof. Dr. Andrea Gergen: Ich wünsche den HSD-Studierenden der Sozialen Arbeit Spaß an ihrem Studium sowie Zeit und Muße, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Ich hoffe, sie können sich im gewünschten Umfang am Fachbereich einbringen und würde mich freuen, wenn sie ihre Studienzeit an der HSD in positiver Erinnerung behalten.
Beruflicher Werdegang & Publikationen: Vita Prof. Dr. Gergen
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